Alice TV - der Praxischeck
Elektronischer Programmführer
Programmnavigation
Die mitgelieferte Fernbedienung macht einen guten Eindruck, wenn man sie in der Hand hält. Die Knöpfe sind auf die wichtigsten Funktionen beschränkt und lassen sich angenehm drücken. Die eigentlichen Kanalwechselknöpfe befinden sich zwar am rechten Rand, doch für Rechtshänder empfiehlt sich dafür eher das Auswahlkreuz in der Mitte der Fernbedienung.

keinen rechten Spass: Die Box reagiert nur sehr
träge auf Eingaben.
Am linken Rand der Fernbedienung befindet sich die Lautstärke-Regelung. Hier wurde uns schnell ein weiterer ärgerlicher Nachteil klar. Die Lautstärke ist nur in 20%-Schritten regelbar. Sechs Lautstärkeabstufungen sind einfach viel zu grob. Das macht leider die Fernbedienung von Fernseher unabdingbar. Oder man schließt den Alice-Receiver gleich an eine Musikanlage an.
Nach einem Programmwechsel zeigt das Gerät in der Bildecke links-oben jeweils das laufende Programm an. Hier werden neben dem Programm der Name der laufenden Sendung und die Sendezeiten dargestellt. Zudem wird der Fortschritt der Sendezeit mit Hilfe einer Linie angezeigt, auf der ein roter Punkt Richtung Sendeschluss wandert. Drückt man auf die Taste „info“ wird eine Beschreibung der laufenden Sendung angezeigt.
positiv überraschen.
Einziger Wehrmutstropfen: Die Schriften erscheinen in den ersten Sekundenbruchteilen sehr unscharf, werden dann aber besser lesbar. Aber auch dann (und auch bei entfernter Betrachtung) wirken alle Schriften, die die Box in Menüs darstellt, immer nicht ausreichend scharf. Die Buchstaben sind auch im EPG nicht ausreichend ausgeprägt. Das gilt auch für den Box-eigenen Videotext.
Der EPG
Drückt man auf die EPG-Taste erscheint zunächst eine Auflistung der Sendungen, die im gewählten Programm ausgestrahlt werden. Das ist eine tolle Funktion und hilfreich. Bei Auswahl eines kommenden Programms, wird eine kurze Beschreibung der Sendung angezeigt. Diese sind auch im eigentlichen EPG sichtbar, der bei einem wiederholten Druck auf die EPG-Taste erscheint. Doch leider lädt der Navigator beim ersten Start häufig einige Sekunden. Man wird mit der Meldung „Bitte warten“ vertröstet. Zwar werden daraufhin bereits alle laufenden und kommenden Sendungen angezeigt, doch der Wechsel zu einem anderen Programm dauerte sehr lange. 1,2 Sekunden, um eine Programmmarkierung zu wechseln, sind einfach nicht zumutbar. Mit dem ok-Knopf soll man das gewählte Programm anschauen können, auch das funktionierte in unserem Test nicht immer. Zudem kann man in der Programmliste zwar auf eine neue Seite nach unten, aber nicht zurück nach oben springen. Der EPG konnte in unserer Software-Version also nur als Programmzeitschrift, aber nicht als effizienter Programmwähler dienen.
Hauptgrund: Die Auswahl der Sendungen und Programme passierte extrem träge.
Die Set-Top-Box will seinen Datenbestand über Programme, die eventuell per DVB-T empfangen werden, fortlaufend aktualisieren. Der Nutzer wird häufig mit dem Schriftzug „DVBT Scan Fortschritt“ am oberen Rand auf die Aktualisierung der Daten hingewiesen. Wenn aber gar keine Antenne für den terrestrischen Empfang angeschlossen ist, kann der Empfänger keine Programme finden. Die Einblendung kommt leider trotzdem regelmäßig wieder.
Und eine Möglichkeit wird zur Deaktivierung der DVB-T-Funktion wird leider nicht geboten...