Der Start der Nachfolgetechnologie für DVB-T steht nun endgültig fest. Pünktlich zur Europameisterschaft 2016 wird die Einführung von DVB-T2 erfolgen. Somit entspricht der Termin dem bereits 2014 anberaumten Zeitpunkt. Eine Bestätigung von Seiten des Bereichsleiters für die Programmverbreitung bei RTL, gab es dazu nun auf der aktuellen ANGA COM in Köln.
Günstiger Starttermin

Am 10.06.2016, und daher zeitgleich mit dem Start der Europameisterschaft, beginnt die Einführung der neuen Technologie. Den passenden Zeitpunkt hat man also schon mal erwischt. Viele der aktuellen DVB-T-Empfänger werden dann vor ihren Fernsehgeräten sitzen und die Spiele der DFB-Elf mitverfolgen. Möglichst viele von diesen Kunden gilt es dann von der neuen Technologie zu überzeugen und die wesentlichen Vorteile zu erläutern.
Die Vorteile von DVB-T2 liegen dabei auf der Hand. Mit dem neuen HEVC-Videokompressionsverfahren lassen sich Inhalte in wesentlich höherer Auflösung und Tonqualität als bisher übertragen und größere Datenmengen verarbeiten. HD-Sender sind dann auch über das terrestrische Antennenfernsehen zu empfangen. Dabei bleibt Terrestrik auch mit der neuen Technik die günstigste Empfangsart.
Pilotprojekt in den Ballungsräumen
Der konkrete Start wird zunächst in den Ballungsräumen erfolgen. Begründet ist dies dadurch, dass dort auch der Großteil der DVB-T-Kunden wohnhaft ist. In diesen Gebieten soll innerhalb von einem Jahr der alte Standard durch den neuen ersetzt werden. Dann erst wird die alte Technologie abgeschaltet. Für das gesamte Land könnte die Umstellung vermutlich erst bis 2019 vollkommen abgeschlossen sein.
Geräteindustrie muss aufholen
Während der eigentlichen Einführung von DVB-T2 nichts mehr im Weg steht, so gibt es in Sachen Hardware noch Nachholbedarf. Der Markt für DVB-T2-fähige Geräte ist bisher nur wenig ausgereift. Die alten Geräte müssen aussortiert werden bzw. mit einem passenden Receiver versorgt werden. Daher gibt es für die Geräteindustrie bis zum Starttermin noch viel Arbeit, um den Kundenanfragen gerecht zu werden.
Quelle: Digitalfernsehen
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