Im linearen Fernsehen hat sich Sport1 fest etabliert und sendet ganztägig ein breit gefächertes Sportprogramm. Zusätzlich betreibt die namensgebende Sport1 Medien AG eine Website mit demselben Namen. Durch den Einstieg von Acun Medya könnte letztere jetzt allerdings verkauft werden. Was an den Gerüchten dran ist, lesen Sie hier.
Sport1 möchte sich verändern
Die Sport1 Medien AG hat in letzter Zeit massiv in sein Portfolio investiert und konnte zuletzt ein Rechtepaket der Fußball-Bundesliga erwerben, wodurch der sonntägliche „Doppelpass“ weiterhin im Programm steht.
Das Unternehmen möchte seine Sport1-Marke einer Frischzellenkur unterziehen und prüft daher aktuell den Verkauf seiner News-Website „Sport1.de“ – dies geht aus einem Statement von Geschäftsführer Matthias Reichert gegenüber der Süddeutschen Zeitung hervor.
Wie genau der Verkauf aussehen wird und welche Bestandteile vorhanden bleiben, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. So kann die Plattform im Zuge einer Kooperation weiterbetrieben oder aber in Teilen an die Konkurrenz verkauft werden.
Fakt ist hingegen, dass Sport1 in Zukunft moderner werden möchte. Dazu soll, laut Matthias Reichert, ein neuer Webauftritt an den Start gehen, dessen Fokus auf der Ausstrahlung des aktuellen Programms liegt.
Eigene Sport1-App könnte in den nächsten Monaten starten
Damit kommt der Sender im Streamingzeitalter an. Hinsichtlich der Möglichkeiten ist eine eigene App in Planung – ob sich deren Nutzung nur auf Smartphones und Tablets, oder auch auf Set-Top-Boxen ausweitet, ist aktuell fraglich.
Darüber hinaus besteht zu befürchten, dass die Marke „Sport1“ komplett aus der Medienlandschaft verschwindet. Eine Entscheidung zur Namensgebung soll noch in der zweiten Jahreshälfte fallen.
Die Kooperation mit Acun Medya ist ebenfalls umstritten. Das Unternehmen steht in der Türkei vor Gericht. Auf dem Sender TVS sowie auf der Streamingplattform Exxen, soll Acun Medya illegale Glücksspielwerbung gezeigt haben.
Folgt das Gericht diesem Vorwurf, stehen mehrjährige Haftstrafen im Raum, wodurch die Handlungsfähigkeit eingeschränkt wird. Ein solcher Schritt hätte im Zuge der Kooperation auch Auswirkungen auf Sport1. Im Juli sollen die Verantwortlichen von Acun Medya in Istanbul vor Gericht erscheinen.
Weiterführendes
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Quellen: onedio.com, dwdl.de, sz.de
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